Idee

Pemba, vor kurzem noch ein kleines Fischerdorf im süden Mosambiks, verwandelte sich innert weniger Jahre zu einem wirtschaftlich hochinteressanten Gebiet für Erdgasförderung. Damit verbunden ein immer grösser werdendes Verkersaufkommen welches die vorhandene Infrastruktur überlastet und dadurch auch die Sicherheit der BewohnerInnen, immer stärker gefährdet. Supatxenja setzt bei den FussgängerInnen und Schulkindern an und versucht mit einem partizipativer Ansatz, die Bevölkerung zu aktivieren, selber einen Beitrag zur Strassensicherheit beizutragen. Die Kampagne erzählt die Geschichte des etwas tollpatschigen Helden Supatxenja (eine phönetische Übersetzung des englischen Wortes “Super-changer” was auf deutsch soviel wie “Super-Veränderer” meint). Er verlor in seiner Kindheit seine Eltern durch einen Verkehrsunfall und kämpft für mehr Aufmerksamkeit auf den Strassen. Da er jedoch eigentlich nicht fähig ist, alleine die gefährlichen Situationen zum besseren zu wenden, scharrt er eine grössere Gruppe Aktivisten um sich, welche seine Vision sicherer Verhaltensweisen in die Realiät umsetzen. Dazu werden Hauswände bemalt, Theatergeschichten inszeniert und spielerische Aktivitäten angeboten.

Mitarbeit bei

Ideenfindung, Konzeptentwicklung, Projektmanagement-Plattform, Grafik, Spielentwicklung, Webdesign und Umsetzung, Stv. Koordination, Support, Evaluation vor Ort

Projekt-Team

Elie Kioutsoukis, Jan Knopp, Max Spielmann, Marianna Euges, Marianna Mögling, Lukas Oppler, Matthias Würth, Tendai Martare, Lukas Walker

Zeitraum

2014 - 2016

Auftragsgeber

Azul Consulroia (Pemba, Mosambik)

Partner

HyperWerk
Anima (Mamputo, Mosambik)

Sponsoren

Anadarko

Entwicklung

Mit einem Team arbeitete ich in der Schweiz über mehrere Monate am Konzept mit Unterstützung der Designagentur Anima aus Maputo, Mosambik. Eine 14-tägige Recherche führte uns zu drei Konzeptentwürfen. Diese wurden vor Ort auf ihre Wirksamkeit getestet. Gerade im Bezug zur Wahl der Farben und Formen konnten z.B. im grafischen Konzept wegweisende Entscheidungen getroffen werden.

Erfolgreich wurde im August 2014 die Kampagne eröffnet. Über die zwei Jahre besuchte das Team vor Ort verschiedenste Schulen, bemalte Wände, organisierte Veranstaltungen wie Theater, Talentshow oder friedliche Demonstrationen. Im zweiten Jahr unterstützten wir das Projekt weiter und fokussierten uns auf spielerische Aktivitäten. Nun konnten die Aktivitäten sogar auf die Stadt Palma, an der Grenze zu Malawi, ausgeweitet werden. Durch die Zusammenarbeit mit den lokalen Institutionen und Behörden, bekam das Team vor Ort die Möglichkeit nachhaltige Massnahmen für die Strassensicherheit zu treffen (Zebrastreifen, Schilder für Fussgängerzonen).

Erscheinungsbild

Spielentwicklung

Website

Weitere Eindrücke